Der natürliche Weihnachtsbaum.

Aktuelles

Ausführliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Weihnachtsbaum.



Wissenswertes Baumkunde

Nordmanntanne

Nordmanntanne

In Deutschland werden überwiegend Tannen und Fichten angebaut und nachgefragt. Der mit Abstand gefragteste Baum ist die Nordmanntanne, botanisch: Abies nordmanniana. Die Nordmanntanne zeichnet sich durch einen gleichmäßigen Wuchs und weiche Nadeln in sattem Grün mit besonders langer Festigkeit aus. Der Marktanteil der Nordmanntanne ist auf knapp 80% angestiegen.
Blaufichte

Blaufichte

Wenn auch mit großem Abstand, aber die Nummer 2 ist und bleibt die Blaufichte, botanisch: Picea pungens glauca. Die Blaufichte ist durch ihre kräftigen grünen bis stahlblauen Nadeln charakterisiert und zeichnet sich durch das schöne Wuchsbild und den angenehmen Duft aus.
Nobilistanne

Nobilistanne

Die etwas asymmetrische Beastung und der schlanke Wuchs verleihen der Nobilistanne ihr typisches Aussehen. Die Nobilistanne, botanisch Abies procera, trägt silbrig-blaue Nadeln und verbreitet einen intensiven Nadelduft.
Rotfichte und andere Bäume

Rotfichte und andere Bäume

Die Rotfichte, Picea abies, gilt als traditioneller, preiswerter Weihnachtsbaum mit dunkelgrünen, leicht stechenden Nadeln. Erwähnenswert sind noch Bergkiefern, Schwarzkiefern, Serbische Fichten, Douglastannen, Korktannen und Weißtannen.

Wissenswertes Trends

Der natürliche Weihnachtsbaum – ein "Trendsetter"!

Während viele Traditionen in weiten Teilen der Gesellschaft an Wert verlieren, hat der Natur-Weihnachtsbaum als Symbol für familiäre Geborgenheit und heile Welt eher an Bedeutung gewonnen. Mehr und mehr junge Paare übernehmen zum Fest die Tradition des Weihnachtsbaumes.

Ebenso registrieren die Weihnachtsbaumproduzenten bei den Verbrauchern seit Jahren wachsendes Interesse für einen zusätzlichen Baum für den Garten, die Terrasse oder den Balkon. Derzeit spricht alles für die Fortdauer einer stabilen bis stetigen Nachfrage. Allerdings deutet sich ein Trend zu etwas kleineren Bäumen an.

Wissenswertes Historie

Woher kommt der Weihnachtsbaum überhaupt?

Den Überlieferungen nach ist der erste geschmückte Weihnachtsbaum 1510 in Riga auf einem öffentlichen Platz aufgestellt worden. Eine Gedenktafel erinnert in Rigas Altstadt an eben dieser Stelle an das Ereignis. Aber auch aus Straßburg gibt es Hinweise, dass die Zünfte zu etwa der gleichen Zeit einen immergrünen Baum in die Zunfthäuser brachten. Lange Zeit blieben Tannen und Fichten den wohlhabenden Kreisen als Weihnachtsbäume vorbehalten. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts konnte sich der Weihnachtsbaum als Symbol des Festes hierzulande in allen gesellschaftlichen Schichten richtig durchsetzen.

Selbst in jüngster Zeit erfreut sich der natürliche Weihnachtsbaum großer Beliebtheit. In den letzten Jahre wurden in Deutschland zwischen 23 und 25 Mio. Bäume verkauft. Seit Jahren zählt der Weihnachtsbaum für rd. 90 % aller Familien mit Kindern und Jugendlichen zum elementaren Bestandteil des Weihnachtsfestes.

 

Produktion Kulturabschnitte

Vom Zapfen zum Baum

Die Produktion von Weihnachtsbäumen in marktgerechten Qualitäten hängt zunächst vom Saatgut und den damit verbundenen genetischen Eigenschaften ab. Das Saatgut für den Anbau von Nordmanntannen wird vorzugsweise aus Georgien importiert. Die Herkünfte aus Georgien zeichnen sich durch ein besonders schönes Wuchsbild aus, sowie durch einen späten Austrieb, was das Frostrisiko vermindert. Zur Ernte werden die Zapfen für die Saatgutgewinnung von Bäumen bis zu 60 m Höhe von Hand gepflückt. Nach der Aussaat stehen die Sämlinge zwei Jahre im sogenannten Saatbeet in der Baumschule. Dann werden sie verschult, d. h. umgepflanzt.

Nach einem oder zwei weiteren Jahren im Verschulbeet wird die mittlerweile drei- oder vierjährige Pflanze in das endgültige Weihnachtsbaumquartier verpflanzt. Hier benötigt ein 2 m großer Baum noch einmal 9 bis 10 Jahre, um als marktgerechter Weihnachtsbaum geerntet werden zu können. Der Arbeitsaufwand für einen Hektar beträgt jährlich 80 Stunden und besteht größtenteils aus Handarbeit.

 

Produktion Pflegearbeiten

Formschöne Bäume benötigen einen behutsamen Umgang

In den ersten Jahren wachsen die Bäume eher langsam. Ab dem 6. Jahr beginnen die Arbeiten zur Terminalverkürzung und zum Formschnitt. Um das Spitzenwachstum zu verlangsamen und damit die Abstände zwischen den Astreihen gleichmäßig zu halten, wird mit einer Spezialzange der Saftstrom gehemmt. Der Wuchs des Terminaltriebes wird auf diese Weise mechanisch gebremst.

Durch manuelles Herauszwicken der äußersten Triebe wird der Wuchs der Seitentriebe reguliert, wodurch eine regelmäßige Rundung des Baumes und schmalere Baumformen erzielt werden. Diese Arbeiten werden Formschnitt genannt. Die Triebverkürzung ist eine qualitätsfördernde Maßnahme zur Erzielung formschöner Bäume und verlängert die Produktionszeit und das Produktionsrisiko um ein ganzes Jahr.

Damit Vögel sich nicht auf die wertvolle Spitze eines Baumes setzen und sie abbrechen, werden als Sitzmöglichkeit für die Vögel per Hand an die Spitze Stäbe angeklemmt. Vögel landen zumeist auf dem sogenannten Terminaltrieb, der Spitze eines Baumes. Ein junger, noch nicht verholzter Terminaltrieb bricht sehr leicht. Mit abgebrochener Spitze sind Weihnachtsbäume minderwertig.

Umwelt

Verglichen mit derzeit üblichem Ackerbau ist der Einsatz von Düngemitteln gering.

Pflanzenschutzmittel sind häufig nicht erforderlich, bzw. werden nur punktuell angewandt. Zur Unkrautbekämpfung werden immer häufiger Shropshire Schafe eingesetzt. Bedingt durch diese extensive Nutzung der Flächen und die lange Produktionsdauer von 9 bis 10 Jahren auf einem Quartier, entstehen für viele Lebewesen und Pflanzen sehr günstige Bedingungen.

Es entwickelt sich eine Fauna und Flora, die wesentlich artenreicher ist, als auf üblichen landwirtschaftlichen Flächen. Auch aus Sicht der CO2-Bilanz ist der Anbau von Weihnachtsbäumen auf landwirtschaftlichen Flächen positiv zu bewerten. Forstexperten haben ermittelt, dass auf einem Hektar einer Weihnachtsbaumkultur bis zu 145 Tonnen Kohlendioxid gebunden werden.

Tipps

Bewahren Sie den Baum nach dem Kauf im Netz an einer sonnen- und windgeschützten Stelle im Freien oder in einer kühlen Garage auf.

Um das Austrocknen des Baumes zu verhindern, ist es vorteilhaft, den Baum in einen Eimer Wasser zu stellen.

Am Besten ist es, den Baum einen Tag vor dem Schmücken aufzustellen. Er braucht diese Zeit um die Äste wieder in die richtige Position zu bringen. Erst dann sollte man ihn schmücken.

Den Baum mit Netz in den Weihnachtsbaumständer stellen und dann das Netz von unten nach oben aufschneiden und abnehmen.

Ein etwa 2 m hoher Weihnachtsbaum benötigt bis zu 2 Liter Wasser am Tag. Deshalb ist es günstig einen Baumständer mit Wasserbehälter zu wählen. Ideal ist es, den Baum vor dem Aufstellen 2-3 cm frisch anzuschneiden und täglich zu gießen.

Die größte Gefahr des Nadelns besteht, wenn der Baum unmittelbar vor die Heizung gestellt wird.